Stiftung Duurzaam Noord Deurningen plant den Ausbau des Biogasnetzes

INTERREG-Projekt

Wiefm 2.0

Stiftung Duurzaam Noord Deurningen plant den Ausbau des Biogasnetzes

Im Jahr 2018 erhielt die Stiftung Duurzaam Noord Deurningen bereits einen Wärmegutschein, um eine Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des BiogasHUB durchzuführen. Das Interreg-Projekt wurde inzwischen realisiert und ist in Betrieb. Mit diesem zweiten Wärmegutschein plant die Stiftung Duurzaam Noord Deurningen, noch größere Schritte zu machen. „Wir sind dankbar für das Vertrauen, das die Task Force Wärmewende in unser Projekt hat“, sagt Willy Bruns.

Wiefm 2.0: Stiftung Duurzaam Noord Deurningen plant den Ausbau des Biogasnetzes

Aktuell hat die Energiegenossenschaft IJskoud in Zusammenarbeit mit COGAS ein erstes Biogasnetz-Cluster realisiert und seit Herbst 2019 in Betrieb genommen. Das an sechs Standorten im landwirtschaftlichen Maßstab produzierte, gereinigte und getrocknete Biogas geht über ein Biogasnetz an zwei Kunden in Denekamp. Das Biogas wird direkt in Wärme oder Dampf umgewandelt (höchster Wirkungsgrad).

Um die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, will die Stiftung das Netzwerk mit neuen Clustern erweitern und möglichst viele Interessenten anschließen. Vorerst werden 22 Wohnhäuser, ein Kulturzentrum, eine Schule und eine Kirche angeschlossen. Mit dem Wärmegutschein will die Stiftung untersuchen, inwieweit Biogas eine praktikable und bezahlbare Alternative zu Erdgas für die Beheizung der Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Noord Deurningen ist.

Es wird erwartet, dass der Einsatz von Biogas als Alternative zu Erdgas für die Wärmeversorgung des Zentrums von Noord Deurningen deutlich günstiger ist als der Einsatz von z.B. Wärmepumpen. „Mit einem Pilotprojekt wollen wir die Bürger davon überzeugen, dass Biogas die richtige Alternative zu Erdgas ist“, sagt Willy Bruns.

Die jährliche CO2-Reduktion wird voraussichtlich beträchtlich sein, da die Reduktion der Methanemissionen der an das Biogasnetz angeschlossenen Milchviehbetriebe angerechnet werden kann. Der Anteil an Milchviehbetrieben ist in der Region im Vergleich zu den nationalen Zahlen sehr hoch. Im Bereich der Treibhausgas- und Stickstoffemissionen gibt es in der Region also viel zu erreichen.

Im Anschluss an die Machbarkeitsstudie beabsichtigt die Stiftung Duurzaam Noord Deurningen, das Biogasnetz um Lattrop-Brekelenkamp und das Biogasnetz um Beuningen und Agelo in Richtung Oldenzaal zu erweitern. Der Mehrwert des Projekts „Task Force Wärmewende“ liegt laut Willy Bruns gerade im grenzüberschreitenden Faktor. „Dies ist eine große Chance, die niederländischen und deutschen Gesetze und Vorschriften besser in Einklang zu bringen, damit wir Biogas frei transportieren können. Da Nordost-Twente an Deutschland grenzt, ergeben sich auch euregionale Kooperationsmöglichkeiten für die Zukunft.“