Seltene Fischottersichtung

INTERREG-Projekt

Grün-Blaue Rhein-Allianz

Seltene Fischottersichtung

Bei der letzten Kontrolle hat sich gezeigt, dass ein Eurasischer Fischotter (dessen Art eigentlich seit den 60er Jahren am Niederrhein ausgerottet ist) eine der Fotofallen passiert hat, die im Rahmen des INTERREG-Projekts „Grün-Blaue Rhein-Allianz“ aufgestellt wurden. Damit gibt es nun endlich auch einen Nachweis bei Emmerich (Kreis Kleve). Drei Fotos und ein kurzes Video sind dem Projekt geglückt, bevor der Fischotter wieder im Wasser verschwand. Wo genau dieser Fischotter herkommt kann noch nicht gesagt werden. Möglich ist, dass es sich um das Weibchen handelt, das ein paar Wochen zuvor ganz in der Nähe auf niederländischer Seite der Grenze im Rahmen eines anderen Projekts ausgesetzt worden ist. Noch weiß man nicht, ob sich das Tier weiterhin in diesem Gebiet aufhält. In den nächsten Wochen wird man aber verstärkt Ausschau nach frischer Fischotterlosung und Fußspuren halten. Wenn der Kot frisch genug ist, könnte eine DNA-Untersuchung Aufschluss geben. Bleibt zu hoffen, dass der Otter sich am Niederrhein wohlfühlt und wir noch mehr von ihm erfahren können.

Zufallsfund unter tausenden Fotos

Der Fischotter wurde am 4. November von der Fotofalle gefilmt. Da Batterien und Speicherkarten in der Regel aber erst nach mehreren Wochen kontrolliert werden müssen, wurde die Aufnahme erst jetzt – unter rund 40.000 Aufnahmen – gefunden. Bisher ist sie leider die einzige.

Verbesserte Lebensbedingungen

Mit dem deutsch-niederländischen Projekt „Grün-Blaue Rhein-Allianz“ versucht das Naturschutzzentrum Kleve – zusammen mit anderen Einrichtungen in Deutschland und den Niederlanden – u.a. die Lebensbedingungen für den Otter zu verbessern, um ihm wieder ein Zuhause zu geben.

In NRW galt der Fischotter bis vor wenigen Jahren als ausgestorben. Mittlerweile werden aber immer wieder einzelne Tiere gesichtet. Der NABU schätzt den Gesamtbestand in NRW auf ein Dutzend Exemplare.