PROJEKTE IM FOKUS

INTERREG-PROJEKT

ID3AS

PROJEKTE IM FOKUS

ID3AS: Sensortechnologie für Unternehmen zugänglich machen

Um die Innovationsleistung in der Grenzregion zu vergrößern, wurde das INTERREG-Projekt ID3AS in Zusammenarbeit mit verschiedenen Parteien und mit Unterstützung der Europäischen Union gegründet. Das INTERREG-Projekt hat das Ziel, die Sensortechnologie in der Grenzregion dauerhaft weiterzuentwickeln und für regionale Betriebe zu erschließen. Sensortechnologie ist wichtig für die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Prozesse für KMU und gehört in den Niederlanden zum sogenannten „topsectorenbeleid“.

Sensortechnologie kann auf viele verschiedene Arten angewendet werden und die Nutzung dieser Technologie kann bestimmend für die Wirtschafts- und Innovationskraft von Unternehmen sein. Allerdings gehört diese Entwicklung nicht zu den Kernkompetenzfeldern vieler Betriebe, so dass diese Gefahr laufen, wirtschaftlich und technologisch an Wettbewerbskraft zu verlieren.

Primäres Ziel des INTERREG-Projektes ID3AS ist deshalb, die Sensortechnologie dauerhaft für die unterschiedlichsten Anwendungen der regionalen Betriebe zugänglich zu machen. Mittels Beratung von Betrieben, Wissenseinrichtungen und Behörden, der Durchführung von Machbarkeitsstudien und der Entwicklung von Schlüsselprojekten, versucht das Projekt die Anwendung Sensortechnologie zugänglich zu machen.
Sensoren in der Praxis

Schlüsselprojekte zeigen konkrete Innovationen

Ein Beispiel eines Schlüsselprojektes im Rahmen des INTERREG-Projektes ID3AS ist die Entwicklung eines Systems für Parkinson-Patienten, dass diesen ermöglicht, lange und unabhängig zu Hause wohnen zu können. Die Parkinson-Krankheit kennzeichnet sich durch das Absterben von Nervenzellen in bestimmten Teilen des Gehirns. Fast alle an Parkinson erkrankten Menschen weisen ein Zittern, Schwäche und Steifheit in ihrer Stimme auf, was nicht nur belastend, sondern auch risikoreich ist. Aus diesem Grund ist die Notwendigkeit eines intuitiv bedienbaren Sprachanalysesystems entstanden, das dem Patienten erlaubt, selbstbestimmt den Verlauf seiner Krankheit zu verfolgen und zu dokumentieren. Ärzte empfangen die Ergebnisse der Analysen und können trotz räumlicher Distanz Anpassungen im System vornehmen, durch die die Patienten ihre Sprache mit Hilfe von Trainings im Rahmen von serious gaming verbessern können- einer App, mit der die Sprachanalyse für Patienten zum Hausgebrauch zur Verfügung gestellt wird.

Ein weiteres Beispiel eines Schlüsselprojektes ist „die Intelligente Lebensumgebung“. Hier handelt es sich um die Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsumgebung. Ziel des Projektes ist das Leben von Menschen mit Pflegebedarf komfortabler und sicherer zu machen. Das Projekt ist erneuernd durch die Entwicklung und Vernetzung von Sensorik, die unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbereiche miteinander verknüpfen. Ein Beispiel dieser Technologie ist die im Fußboden integrierte Sensorik zur Ohnmachtskontrolle in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie im privaten Wohnumfeld.

INTERREG-Projekte auf der Hannover Messe

Das INTERREG-Projekt ID3AS ist dieses Jahr auf der Hannover Messe vertreten. Vom 24. bis 28. April findet die Technologie-Messe statt, auf der man die neuesten Technologien bewundern kann. Mehrere INTERREG-Projekte sind auf der Messe vertreten.

Das INTERREG-Projekt ID3AS wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland unterstützt und von der Europäischen Union sowie der Niedersächsischen Staatskanzlei und den Provinzen Drenthe, Friesland, Gelderland, Overijssel und Groningen finanziert. Mehr Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten finden Sie auf die Projektwebsite unter https://www.hs-osnabrueck.de/de/id3as/