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Watten-Agenda

Projektvorstellung

Projektstruktur

Mit dem Projekt „Watten-Agenda“ entsteht eine neue umsetzungsorientierte Struktur der grenzübergreifenden Wattenmeer-Zusammenarbeit, die einen nachhaltigen und wertschätzenden Tourismus zum Erhalt und Schutz des Weltnaturerbes in den Mittelpunkt stellt. Das Projektgebiet erstreckt sich von der niederländischen Küste der Provinzen Fryslân und Groningen über Ostfriesland bis zur niedersächsischen Nordsee und umfasst auch das maritim geprägte Binnenland. Das Projekt „Watten-Agenda“ setzt bis Ende 2018 in grenzübergreifender Zusammenarbeit einzelne Maßnahmen aus insgesamt vier Kernthemen um.

Die Arbeitspakete

Die „Watten-Agenda“ verfolgt das Ziel eines nachhaltigen und wertschätzenden Tourismus, der den Erhalt und Schutz des Weltnaturerbes mit sich zieht. Die daraus resultierenden Maßnahmen wurden in vier Arbeitspaketen wie folgt definiert:

  1. Verbesserung des grenzübergreifenden Schutzes des Wattenmeers durch verstärkte Sensibilisierung und Begeisterung für das Weltnaturerbe bei den Zielgruppen Einheimische und Gäste:

Zur Stärkung der Identität für das Weltnaturerbe und einer Schaffung eines Bewusstseins für das Wattenmeer werden verschiedene Veranstaltungen grenzübergreifend abgestimmt entlang der gesamten Küste des Projektgebiets umgesetzt und begleitet. Durch die Zusammenarbeit der Projektpartner wird hierbei eine neue Verknüpfung zwischen Kultur und Natur geschaffen u.a. durch das thematische Aufgreifen in Theaterstücken, Musikveranstaltungen und Lesungen. Durch unterschiedliche Gemeinschaftsaktionen mit Vereinen und Einheimischen – besonders am „Geburtstag des Wattenmeeres“, am 26.06. jeden Jahres – werden die Erlebbarkeit des Wattenmeeres und dessen Schutzansprüche verdeutlicht.

  1. Grenzübergreifende Entwicklung und Vernetzung von Wissen zum Weltnaturerbe Wattenmeer bei der Zielgruppe Tourismusanbieter und -akteure:

Fokussiert auf Tourismusanbieter und -akteure und ihre Verantwortung als Wissensvermittler und Multiplikatoren werden verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen grenzübergreifend im gesamten Projektgebiet zur Vermittlung eines nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Tourismus im Weltnaturerbe Wattenmeer vor Ort und in Online-Seminaren durchgeführt. Dabei werden Ausbildungsinstitute und Bildungseinrichtungen sowie auch touristische Leistungsträger aus Tourist-Informationsstellen und gastronomische Einrichtungen auf deutscher und niederländischer Seite mit einbezogen. Jährlich treffen sich Stakeholder und Multiplikatoren beim grenzübergreifenden Weltnaturerbe-Forum, welches als Sprachrohr und Austauschplattform über innovativen Welterbe Tourismus, Informationsaustausch und zur Ideensammlung genutzt wird.

  1. Grenzübergreifende Verbesserung der Verknüpfung von Wattenmeer und Binnenland über nachhaltige Erlebnisformen:

Die Vermittlung zu schützender Naturwerte erfolgt am besten über nachhaltige Erlebnisformen, primär dem Wandern und Radfahren mit den entsprechenden Zielgruppen.
Mit einem erwanderbaren Weltnaturerbe werden erstmals grenzübergreifend neue Wanderimpulse entwickelt, welche im engeren Sinne das Wattenmeer als auch Verbindungen zum Binnenland schaffen und dabei Informationen zum Weltnaturerbe vermittelt. Zur Erprobung kommt ebenfalls ein neuer Wattenmeer-bezogener nachhaltiger Fahrradtourismus entlang der deutsch-niederländischen Küste. Neben der Kommunikation der Umweltbildungsinformationen im neu konzipierten Routenführer, werden alle Maßnahmen durch die fachliche Beratung der Naturschutz-Partner Nationalparkverwaltung und „Wattenmeer-Kerngruppe“ intensiv begleitet und ausgearbeitet.

  1. Steigerung der Kenntnis und Bedeutung des Wattenmeers in den Niederlanden und in Deutschland über die Wattenmeer-Region hinaus:

Die durch die UNESCO festgestellte, internationale Bedeutung des Wattenmeeres wird seiner Bedeutung nicht gerecht, wenn Wattenmeeraktivitäten und -informationen nur innerhalb der Region stattfinden. In Zusammenarbeit mit nationalen Tourismusorganisationen, Presse und Social Media Anwendungen wird das Weltnaturerbe Wattenmeer auf beiden Seiten der Grenze international bekannt gemacht.