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Deutschland-Nederland

Laser-Fertigungstechnik

Innovative Hochgeschwindigkeitsprozesse mit Laserstrahlung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit regionaler KMUs in der Fertigungstechnik

Die Bedeutung von Laserstrahlung als modernes Werkzeug wächst kontinuierlich. Ob Metalle geschnitten, Kunststoffe geschweißt oder Verpackungen beschriftet werden, zunehmend geschieht dies mittels Lasertechnik. Dabei ist es unverzichtbar, dass zwischen Laserstrahl und Werkstück eine kontrollierte Bewegung ausgeführt wird, um die Wirkung des Lasers in definierte Bahnen zu lenken. Aufgrund rasanter Leistungssteigerung kann der Laserstrahl mit immer höherer Geschwindigkeit über das Bauteil bewegt werden. Dies führt zu steigender Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

Laserstrahl zu langsam
Inzwischen ist allerdings die technologische Entwicklung der Laserstrahlquellen an einem Punkt angelangt, an dem mit etablierten Technologien der Laserstrahl oftmals nicht mehr hinreichend schnell und präzise über das Bauteil geführt werden kann, um das gesamte Potential der Lasertechnik ausnutzen zu können. Diese einsetzende Limitierung wird zukünftig innovative Entwicklungsprozesse branchenübergreifend behindern und besitzt nach Recherchen des Laserzentrums der FH Münster (LFM) auch für die deutsch-niederländische Grenzregion nicht zu unterschätzende Relevanz. Um die auftretende Begrenzung durch die Strahlführung zu überwinden, können bestehende Technologien nicht weiter verfolgt werden.

Neue Technologien zusammen mit KMU in der Region entwickeln
Nur durch einen Innovationssprung mit gänzlich neuen Ansätzen bei der Strahlführung kann eine nachhaltige Problemlösung erzielt werden. Die zugehörige Entwicklung ist aufwendig und wird derzeit nur von finanzstarken Großindustrien für ihre spezifischen Anwendungen in Angriff genommen. Würden bei den jetzt beginnenden Entwicklungsprozessen neuer Strahlführungs- und Bearbeitungsmethoden regionalspezifische Fertigungsaspekte der ansässigen KMUs mit einbezogen, so könnten Firmen im EUREGIO-Raum schneller und zielgerichteter bei der sich abzeichnenden Technologieumstellung geholfen werden.

Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, ob Hochgeschwindigkeitsprozesse auf die „klassische“ Lasermaterialbearbeitung regionaler KMUs übertragen werden können. Dabei müssen zahlreiche Fertigungsaspekte berücksichtigt werden, weshalb regionale KMUs mit ihren Aufgabenstellungen an dem Projekt beteiligt werden. Ihre Applikationen dienen als Indikator und Benchmark und können für den Vergleich mit konventionellen Verfahren herangezogen werden.


Zum Projekt (externer Link)

Projekt
Informationen

Geplante Projektkosten

387.245,40 €

Projektlaufzeit

1.1.2016 - 31.3.2018

Priorität

Erhöhung der grenzüberschreitenden Innovationskraft im Programmgebiet

Lead Partner

Laserzentrum FH Münster (LFM)

Projektpartner

ILT Fineworks BV

Projekt
Finanzierung

Finanzierer Betrag
Laserzentrum FH Münster (LFM) 68.387,54 €
Provincie Overijssel 13.964,07 €
MWIDE NRW 46.508,17 €
ILT Fineworks BV 32.218,82 €
Ministerie van Economische Zaken 32.544,10 €
EFRE / EFRO 193.622,70 €