Interreg

Deutschland-Nederland

GPT 2015+

Grenzüberschreitendes Polizeiteam 2015+

Das grenzüberschreitende Polizeiteam ist ein Zusammenschluss zwischen der Koninklijken Marechaussee (NL), der Politieeenheid Oost-Nederland (NL), der Bundespolizeidirektion Hannover, der Polizeidirektion Osnabrück (Niedersachsen) und der Kreispolizeibehörde Borken (Nordrhein-Westfalen). Unter einem Dach arbeitend und geleitet durch einen Koordinator, sorgt diese spezielle Einheit für die Sicherheit in der Grenzregion. Das Team führt im deutsch-niederländischen Grenzraum gemeinsame Streifen zur Bekämpfung grenzüberschreitender Delikte wie Schleusungskriminalität, Menschenhandel, Dokumentenkriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche und der Kfz-Kriminalität durch.

Pro Jahr werden die rund 20 Polizisten des GPT (10 Niederlande und 10 Deutschland) in über 1.600 Fällen aktiv. Neben zahlreichen Drogenfunden, konnten seit 2008 über 430 per internationaler Fahndung gesuchte Straftäter oder Güter von hohem Wert durch das GPT aufgegriffen werden. Die Streifenwagen sind jeweils mit einem deutschen und einem niederländischen Beamten besetzt und müssen nicht an der Grenze stoppen. Beim Grenzübertritt wechselt die Führung vom einen Polizisten auf den anderen. Das GPT nahm seine Arbeit am 1. Juni 2008 auf und war seinerzeit das erste institutionalisierte und auf Dauer ausgerichtete rein operativ arbeitende Polizeiteam, welches entlang einer innereuropäischen Grenze ohne faktische Barrieren Kriminalität bekämpfen konnte.

Das Grenzüberschreitende Polizeiteam in Bad Bentheim hat sich bewährt. Ein erweiterter Betrieb, insbesondere mit der gezielten Informationssteuerung als Komponente, soll den Betrieb des GPT noch effektiver gestalten. Die Nutzung neuester Fahndungstechniken und sicherer Datenleitungen sowie die Implementierung digitaler Funknetzverbindungen zwischen den Polizeien beider Staaten stehen im Fokus der operativen Arbeit. Eine effektivere Zusammenarbeit der beteiligten Sicherheitsbehörden im Grenzgebiet auf der Basis gezielter Informationen (sammeln, auswerten und steuern) ist neben den Machbarkeitsstudien zur Anbindung technischer Hilfsmittel und zur Nutzung eines gemeinsamen Informationszentrums ist Ziel des Projektes.

Neben den im Kostenplan aufgeführten Ausgaben für das Projekt, stellen die beteiligten Behörden weiteres Personal (20 Mitarbeiter im GPT und 3 Mitarbeiter zur Informationssteuerung) zur Verfügung. Des Weiteren werden andere Ausgaben für den normalen Betrieb des GPT nicht beziffert (Betrieb von Funkmasten, technisches Netzwerk, weitere Streifenfahrzeuge, …) die nicht als Kosten für das Projekt in die Co-Finanzierung eingebracht werden. Der Anteil der beteiligten Behörden an den Gesamtkosten des Projektes beziffert sich hier auf mehrere Millionen Euro.

Die erfolgreiche Arbeit des GPT Bad Bentheim innerhalb des EU-Projektes wird bis zum 31. März 2019 ausgebaut und mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 800.000 Euro seitens der Europäischen Union, des Landes Nordrhein Westfalen, der Nationalen Politie (NL) und der Niedersächsischen Staatskanzlei unterstützt.


Zum Projekt (externer Link)

Projekt
Informationen

Geplante Projektkosten

1.006.452,15 €

Projektlaufzeit

1.4.2015 - 31.3.2019

Priorität

Soziokulturelle und territoriale Kohäsion des Programmgebietes

Lead Partner

Polizeidirektion Osnabrück

Projektpartner

Bundespolizeidirektion Hannover, Kreispolizeibehörde Borken, Koninklijke Marechaussee / District Noord-Oost / MPC 33 K, Nationale Politie Eenheid Oost-Nederland

Projekt
Finanzierung

Finanzierer Betrag
Bundespolizeidirektion Hannover 63.137,34 €
EFRE / EFRO 503.226,08 €
Koninklijke Marechaussee / District Noord-Oost / MPC 33 K 37.495,49 €
Korps Nationale Politie 99.648,73 €
Kreispolizeibehörde Borken 21.756,48 €
MWIDE NRW 99.648,73 €
Nationale Politie Eenheid Oost-Nederland 36.499,00 €
Niedersächsische Staatskanzlei 99.648,73 €
Polizeidirektion Osnabrück 45.391,57 €