Interreg

Deutschland-Nederland

Energieneutrale Mikroschadstoffeliminierung

Energieneutrale Einführung der Mikroschadstoffelimination durch Abwassersystembewirtschaftung

Mikroschadstoff- und Mikroplastikbelastungen rücken zunehmend in den Fokus des europäischen Gewässerschutzes. Sowohl zur Vermeidung dieser Stoffe als auch zur Elimination in Kläranlagen wurden bereits umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Ein nicht unerheblicher Anteil an Mikroschadstoffen und Mikroplastiken wird jedoch bereits im Bereich der Kanalisation in die Gewässer abgeschlagen bevor eine Behandlung auf Kläranlagen erfolgen kann.

Im Rahmen des Projektes „Energieneutrale Mikroschadstoffeliminierung“ sollen nun durch eine intelligente Abwassersystemsteuerung zum einen die Emissionen von Mikroschadstoffen und Mikroplastik in die Gewässer reduziert und zum anderen der erhöhte Energiebedarf für die Mikroschadstoffelimination durch neue Energieeffizienzmaßnahmen ausgeglichen werden. Dazu werden neben eines Monitorings von Mikroschadstoffen und Mikroplastik am Beispiel der Abwassernetze in Emmen und Rheine jeweils entsprechende Steuerung durch KMU entwickelt und großtechnisch umgesetzt.

Untersuchungen der Mikroschadstoffkonzentrationen in den Abwassersystemen in Rheine und Emmen ergaben, dass in Rheine insbesondere im Bereich des Krankenhauses bei einigen Mikroschadstoffen, insbesondere bei den Röntgenkontrastmitteln, deutlich erhöhte Konzentrationen vorliegen. Die anschließend entwickelte Kanalnetzsteuerung zielt darauf ab, durch ein gezieltes Rückhalten der anderen Abwasserströme die Abwässer des Krankenhauses vorrangig der Kläranlage zuzuleiten. Derzeit werden die für die Realisierung der Steuerung erforderlichen großtechnischen Umbau- bzw. Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt.

Das gewonnene Know-How der niederländischen und deutschen Unternehmen bildet die Basis eines im Rahmen des Projektes aufgebauten Unternehmen-Netzwerkes. Das Netzwerk nutz dabei die Plattform „LinkedIn“. Durch das plattformbasierte Netzwerk wird der generierte Know-How-Vorsprung als zentraler Standortfaktor genutzt und dient als Verteiler und Multiplikator von Wissen und Informationen in der Region. Komplexe Aufgabenstellungen wie die Programmierung intelligenter Regel- und Steuertechnik in Verbindung mit ingenieurtechnischen Sachverstand und Anforderungen eines kaufmännischen Projektmanagements können so auch von kleinen und mittleren Unternehmen effektiv und „gemeinsam“ gelöst werden.

Projekt
Informationen

Geplante Projektkosten

1.297.547,00 €

Projektlaufzeit

1.7.2016 - 30.6.2020

Priorität

Erhöhung der grenzüberschreitenden Innovationskraft im Programmgebiet

Lead Partner

Waterschap Vechtstromen

Projektpartner

TBR - Technische Betriebe Rheine AöR, Moekotte Engineering und Installation , InnotecControl GmbH, Institut für Abfall, Abwasser, Site und Facility Management e.V.

Projekt
Finanzierung

Finanzierer Betrag
Institut für Abfall, Abwasser, Site und Facility Management e.V. 35.324,94 €
InnotecControl GmbH 43.116,40 €
Moekotte Engineering und Installation 43.116,40 €
Provincie Overijssel 64.877,35 €
Ministerie van Economische Zaken en Klimaat 97.316,03 €
TBR - Technische Betriebe Rheine AöR 101.035,75 €
Waterschap Vechtstromen 101.793,25 €
MWIDE NRW 162.193,38 €
EFRE / EFRO 648.773,50 €