Interreg

Deutschland-Nederland

Doppelte Qualifizierung = doppelte Chancen

Kick-off Projekt in Hardenberg

Hardenberg Das niederländisch-deutsche Interreg-Projekt “Doppelte Qualifizierung = doppelte Chancen” wurde am Donnerstag den 14. April von den Projektpartnern und deren Gästen im Alfa-College Hardenberg (NL) mit einem lauten Knall eröffnet. Hierzu wurden von den Teilnehmern des Festaktes aufgeblasene Papiertüten zusammengeschlagen.

‘Doppelte Qualifizierung = doppelte Chancen’ ist ein vierjähriges Projekt, bei dem das Regionaal Techniek Centrum (RTC) Hardenberg, das BTZ des Handwerks und das Alfa-college ihre Kräfte bündeln, um zukünftige Facharbeiter grenzüberschreitend auszubilden. Partner des ambitionierten Projekts sind der Landkreis Grafschaft Bentheim, der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die Niedersächsische Staatskanzlei und die Provinz Overijssel. Ziel des Projekts ist die Barrierewirkung der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland zu verringern indem nationale Berufsabschlüsse auch im jeweiligen Nachbarland anerkannt werden.

Regiodirektor Klaas Bakker vom Alfa-college in Hardenberg und BTZ-Geschäftsführer Matthias Ricken setzten anlässlich der Projekteröffnung ihre Unterschrift unter den Rahmenvertrag. Im Vorfeld dieses offiziellen Aktes meldeten sich unter anderem der Deputierte der Provinz Overijssel, Erik Lievers, und der Beigeordnete der Stadt Hardenberg, René de Vent, zu Wort. Für die Grafschaft Bentheim sprach Landrat Friedrich Kethorn.

Arbeiten im Ausland

Trotz guter Arbeitsmarktlage zieht es wenig Menschen mit einer technischen Ausbildung zum Arbeiten ins Nachbarland. Wichtige Ursachen hierfür sind die Sprachbarriere, gewisse Kulturunterschiede und vor allem die Unwissenheit, welche Möglichkeiten ein Facharbeiterabschluss jenseits der Landesgrenze bietet. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist darum auch der detailierte Vergleich der Ausbildungsinhalte: Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Ausbildungscurricula sollen verdeutlicht werden.

“Wenn schlussendlich die Ausbildungsinhalte auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze abgeglichen und Facharbeiterabschlüsse generell in beiden Ländern anerkannt werden, dann war unser Projekt erfolgreich”, wagt Annelies Veldhuis, Ausbildungsmanagerin beim Alfa-college, einen Blick voraus. “Wenn also zukünftige Facharbeiter ausreichende Kenntnisse und Fertigkeiten haben, um in ihrem Fachgebiet sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland arbeiten zu können.“

Entsprechend der Arbeitsmarktlage richtet sich das Projekt in erster Linie auf den Vergleich und Abgleich von vorerst vier Ausbildungen: Anlagenmechaniker/in, Elektroniker/in, Zerspaner/in und Metallbauer/in.

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Regiodirektor Klaas Bakker vom Alfa-college Hardenberg (re.) und BTZ-Geschäftsführer Matthias Ricken bei der Unterzeichnung des Projektvertrages.

 

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Mit einem lauten Knall wurde das Projekt von den Teilnehmern der Eröffnungsveranstaltung gestartet.