Deutsch-polnische Delegation

besucht INTERREG-Programm

in Kleve

Deutsch-polnische Delegation

Am 17. und 18. Oktober 2017 war eine deutsch-polnische Delegation zu Besuch beim INTERREG-Programm Deutschland-Nederland. Die brandenburgische Staatssekretärin Frau Anne Quart sowie Vertreter des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der polnischen Wojewodschaften und der Euroregionen hatten praktische Fragen zur grenzüberschreitenden Kooperation in unserer Region. Insbesondere die Programmstruktur und -inhalte von INTERREG Deutschland-Nederland standen im Fokus der Gespräche. Als Vorsitzender des Begleitausschusses und Deputierter der Provincie Gelderland war ebenfalls Herr Dr. Scheffer anwesend.

 

Im Rahmen eines Vortrages der Bundespolizei und eines Besuches beim Projekt E-Bus2020 in Arnhem wurde den Gästen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der damit verbundene Wissensaustausch in der Praxis nähergebracht.

Nachdem die Teilnehmer bereits vor Ort in Kleve und Arnhem einen Einblick in die deutsch-niederländische Zusammenarbeit erhalten haben, tauschten sie sich zum Abschluss in Düsseldorf mit Staatssekretär Dammermann über Nordrhein-Westfalens Erfahrungen bezüglich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden aus. Hierbei unterstrich Dammermann vor allem die positiven Effekte aus mittlerweile 27 Jahren enger Zusammenarbeit im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland.

Dammermann: „Die enge deutsch-niederländische Zusammenarbeit zeigt beispielhaft, wie gut Europa in der Grenzregion funktioniert. Bürgerinnen und Bürger wie Unternehmen können so täglich die konkreten Vorteile eines geeinten Europas erleben und nutzen. Es freut mich, dass Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und die polnischen Woiwodschaften grenzüberschreitend kooperieren und dabei von unseren Ideen und praktischen Erfahrungen profitieren möchten.“

Aus Sicht des Wirtschaftsstaatssekretärs könne die bewährte Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden als Vorbild für die vertiefte regionale Integration entlang der deutsch-polnischen Grenze dienen.

Mit dem Förderprogramm INTERREG Deutschland-Nederland unterstützt die Europäische Union seit 25 Jahren Kooperationsprojekte in den Grenzregionen. Dort stehen Kommunen, Unternehmen und Hochschulen in engem Austausch, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Hürden zu beseitigen – ob auf dem Arbeitsmarkt, bei der Notfallversorgung oder im Bereich der Elektromobilität.

Von 2014 bis 2020 stehen im INTERREG-Programm 222 Millionen Euro an EU-Mitteln zur Verfügung. In der Förderperiode 2007 bis 2013 wurden mehr als 300 Millionen Euro in der Grenzregion investiert. Damit hat das Programm 2.200 kleine und mittelständische Unternehmen erreicht und 1.250 neue Arbeitsplätze geschaffen.