AUS DEM HÖRSAAL IN DEN HOTSPOT DER WISSENSCHAFT

INTERREG-PROJEKT

BIOÖKONOMIE IM NON-FOOD SEKTOR

AUS DEM HÖRSAAL IN DEN HOTSPOT DER WISSENSCHAFT

Umwelt- und Chemietechnik-Studenten der Hochschule Emden/Leer besuchten am Mittwoch, 9. Mai, dem Europatag, in Groningen ein hochmodernes Forschungslabor, die Hanzehogeschool und einen innovativen Betrieb. Möglich war dies dank der grenzübergreifenden Zusammenarbeit im INTERREG VA-Projekt „BioÖkonomie im Non-Food Sektor“.

EMDEN/GRONINGEN – Studenten der Umwelt- und Chemietechnik an der Hochschule Emden/Leer besuchten am Europatag, 9. Mai, gemeinsam mit Professor Mark Rüsch den Zernike Campus, auf dem neben der Hanzehogeschool auch wirtschaftsnahe Forschungsinstitute und innovative Betriebe aus dem Bereich Grüne Chemie angesiedelt sind.

Begrüßt wurden die deutschen Studenten zunächst an der Hanzehogeschool, wo sie über die Angebote der Hochschule sowie über das grenzübergreifende Projekt „BioÖkonomie im Non Food Sektor“ von Projektmanagerin Karin Eden (EDR) informiert wurden. In dem Projekt werden grüne Rohstoffe für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten (3D-Druck, Mikrospritzguss, Bausektor, Gartenbau, Industrie-Textilindustrie u.a.) untersucht. Bei einem Rundgang lernten die Studenten die ZAP Einrichtung (Zernike Advanced Processing) kennen. Diese fungiert als Testfeld und Antriebsmotor für die Verarbeitung von Biomasse und ist eine im Norden der Niederlande einzigartige Forschungseinrichtung für biobasierte Experimente.

Schließlich besichtigten die Studenten noch die Biotechnologie-Firma „Syncom“ und waren beeindruckt von den vielfältigen modernen Laboratorien. André Heeres (Dozent Biobased Chemie, Hanzehogeschool und Projektleiter bei Syncom) stellte erste Ergebnisse des INTERREG VA-Projekts „Verwertung von Inhaltsstoffen aus Tagetes/Studentenblumen” vor.

Im Fokus stand am Europatag das gegenseitige Kennenlernen und das Weiterverfolgen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der niederländischen und der deutschen Hochschule. Die Universitäten beabsichtigen, künftig öfter Studenten über die Grenze zu schicken. Die Universitäten werden außerdem gemeinsam die Verwendung natürlicher Fettsäuren mit dem Ziel untersuchen, erdölbasierte Rohstoffe in Kunststoffen durch biobasierte Rohstoffe zu ersetzen. Ziel ist dabei auch, diese natürlichen Materialien zu hochwertigen Produkten für die chemische Industrie (Feinchemie), Nahrungsmittel, Kosmetika und den pharmazeutischen Markt zu verarbeiten.

Mehr Informationen zum Projekt und zu aktuellen Themen finden Sie unter: https://www.bioeco-edr.eu/de/start